Kein Auge der Weisheit gleicht
by
Dietmar Rothe
Tuesday, March 22, 2005
Rated "G" by the Author.
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Das Gedicht, "Kein Auge der Weisheit gleicht," ist eine wohlgemeinte Mitteilung an die Menschheit in dieser Epoche der weltumfassenden Unruhe. Es wird entscheidend sein zu dieser Zeit des geistigen Erwachens in einem zunehmenden Teil der Gemeinschaft, daß die kriegerische Unvernunft und die daraus folgernden Zerstörungen als einen Versag der menschlichen Kultur erkannt wird. Die Kernwerte der Weisheit und des menschlichen Bewußtseins müssen anerkannt werden, damit die Geistigkeit die rituellen, religiösen Dogmen versetzen kann, und damit die All-Zugehörigkeit und das Zusammenwirken den zwiespältigen Wettbewerb und den nationalen Hochmut verdrängen.
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KEIN AUGE DER WEISHEIT GLEICHT
Den edlen Sieg wird der erringen
der weiß des Wissens Schwert zu schwingen,
kann mit dem Blitz der Wahrheit wettern
und starre Finsternis zerschmettern,
auf daß des Scharfsinns grelle Licht
hell macht der Einfalt trüb’ Gesicht;
– denn stumpf im eig’nen Schattenreich
der Ungelehrte strauchelt gleich.
Es wird jedoch weit edler sein
der Weisheit linden Flammenschein,
Glanz der Erkenntnis, zu verbreiten,
Verwirrte an der Hand zu leiten;
auch eitle selbstgerechte Narren,
die da in Furcht und Hochmut harren
und alles besser wissen; – all deren
dürftige Seelen sollt’ man klären.
Seligen Geistes sind’s, deren Gemüt
reich in himmlischer Weisheit blüht.
Sittsam logisch werden sie eben
in Liebe und reiner Wahrheit leben,
sprudelnd voll von der Lebenskraft.
Weh dem der arm ist im Geist! Er schafft
es nicht – zu erlangen das Licht.
Er schlottert in Not, kennt die Fülle nicht.
Nicht im Weltall, noch auf Erden
kann ein Schrecken ärger werden
als die Furcht, die liebelos und kalt
um die Bewußtseinsarmen wallt.
Höchstes Glück dem Mensch gewährt
die Weisheit. Kein besserer Gefährt’
hilft ihm als Wissen. Kein Retter wacht;
– alleine nur des Geistes Macht.
Den höchsten Sieg ein Held erringt,
wenn er dem Geiste Freiheit bringt
von trügerisch unechten Lehren;
loskettet die in Knechtschaft zehren,
in Furcht vorm Götterzorn gelähmt.
Geistig frei, des Menschen Wille zähmt
die Rache, so auch Gier und Neid,
und treibt sie aus für alle Zeit.
So kann auch mit geheilten Sinnen
der Mensch Gerechtigkeit gewinnen,
Frieden für alle, wenn auf Erden
Haß und Tücke geächtet werden.
Wahre Freiheit kann er dann finden,
fern von Intrigen und der blinden
Verehrung von Fahnen und Schwüren,
von bösen Dogmen die irreführen.
© Dietmar Rothe, 2005
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Weisheit
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| Reviewed by Peter Schlosser |
6/29/2009 |
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| Schoene Strophen und sehr zutreffend! Mann kann ja Klugheit besitzen, aber doch keine Weisheit. Dies ist eine reine Gefahr fuer die Menschheit, denn diese Typen verfuegen ueber gar kein Mitgefuehl. Tolle Lektuere! |
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| Reviewed by R.D. Pounds |
12/15/2005 |
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Woher aber gute Erziehung nehmen und nicht stehlen?
Sorry, couldn't resist.
Wertvolle Erkenntnisse wirksam ausgedrueckt.
Bravo
Gina
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